Kastration der Tierheim-Schützlinge


Im Tierheim in Loulé sitzen unzählige Vierbeiner, die darauf warten, von netten Menschen adoptiert zu werden. Im August 2013 lag der Hundebestand bei rund 480 Hunden, die gruppenweise in Gehegen untergebracht sind. Die Katzen kann man gar nicht zahlenmäßig erfassen, weil sie sich frei auf dem Gelände und drum herum bewegen können. Es werden wohl an die 150 sein.

Wir bemühen uns, der steigenden Tendenz mit möglichst vielen Kastrationen entgegen zu wirken. Zum einen natürlich deshalb, weil es schon genug Tiere gibt und wir so schon kaum wissen, wie wir sie noch alle unterbringen geschweige denn vermitteln sollen. Zum anderen jedoch auch, um die bereits im Tierheim lebenden Vierbeiner zu schützen.

Wenn eine oder gar mehrere Hündinnen läufig sind, gibt es laufend Streit in den Gruppen. Oft enden diese Auseinandersetzungen mit mehr oder minder schweren Verletzungen und im schlimmsten Fall sogar mit tot gebissenen Hunden. Diese bittere Erkenntnis mussten wir bereits mehrfach ziehen.

Da die Zwinger und Gehege der Hunde teilweise in einem sehr schlechten baulichen Zustand sind und wir in absehbarer Zeit keine umfassende Abhilfe schaffen können, besteht noch zusätzliche Verletzungsgefahr. Die Rüden versuchen natürlich, zu den heißen Hündinnen vorzudringen und zwängen sich durch jedes Loch im Zaun. Das geht selten ohne Schrammen ab.

Wenn eine Hündin gedeckt wird (was wir leider nicht immer verhindern können) und im Tierheim ihre Welpen bekommt, dann bedeutet das für Mutter und Nachwuchs enormen Stress. Man kann ihnen wegen der chronischen Überbelegung meist keinen eigenen Bereich zur Verfügung stellen und so müssen sie sich ständig gegen irgendwelche Artgenossen verteidigen. Von einer ruhigen und sorgenfreien Welpenaufzucht kann keine Rede sein, und das wollen wir nach Möglichkeit sowohl dem Muttertier als auch den potentiellen Babys ersparen.

Ein weiterer Grund, der uns in unseren Kastrationsbemühungen bestärkt, ist der allgemeine Gesundheitszustand der operierten Tiere. Diese sind nämlich meist wesentlich robuster als ihre unkastrierten Artgenossen. Bei Hündinnen wird beispielsweise durch die Entfernung der Gebärmutter die leider häufige Vereiterung derselben verhindert und das Krebsrisiko gesenkt. Es ist im Übrigen ein Ammenmärchen, dass man dieses Risiko auch dadurch minimieren könne, wenn die Hündin mal werfen "darf". Der einzig wirksame Weg ist die Kastration. Bei Rüden gilt das Gleiche in Bezug auf Hodenkrebs und mögliche Prostataprobleme.

Auch bei den Katzen sind Kastrationen dringend notwendig. Die Population rund ums Tierheim vergrößert sich leider schon allein durch ausgesetzte und zugelaufene Samtpfoten ständig. Da wäre es wirklich irrsinnig, auch noch der weiteren Vermehrung Vorschub zu leisten, wo wir es bereits jetzt kaum schaffen, die ganzen hungrigen Mäuler zu stopfen.

Unser Ziel lautet deshalb ganz klar: möglichst flächendeckende Kastrationen. Aber diese sind natürlich mit erheblichen Kosten verbunden. Rein rechnerisch sind diese Investitionen zwar langfristig geringer als der große Zuwachs an Welpen, die ja schließlich auch versorgt sein wollen. Aber für den portugiesischen Tierschutzverein, der sich finanziell stets am Rande des Abgrunds bewegt, sind die Operationskosten schlichtweg nicht aufzutreiben.

Ohne die Spenden, die über die Tierhilfe ohne Grenzen e.V. nach Portugal weitergeleitet werden, könnten wohl gar keine Kastrationen und kaum sonstige Behandlungen und Eingriffe durchgeführt werden. Doch diese Hilfe können wir nur dank der großzügigen Unterstützung durch unsere Gönner gewährleisten.

Der Schuldenstand beim portugiesischen Veterinär belief sich im August 2012 auf etwa 8.500 Euro.

Dringend werden daher Geldspenden benötigt. Wir sind dankbar für jegliche Hilfe, egal in welcher Höhe und egal, ob regelmäßig oder als Einmalspende. Je nach dem angegebenen Verwendungszweck wird Ihre Zuwendung dann eingesetzt. Sie können direkt für "Kastrationen" spenden, oder auch ganz allgemein unter dem Kennwort "Tierarzt". Je allgemeiner der Verwendungszweck von Ihnen gewählt wird, desto flexibler können wir die Gelder einsetzen und somit auch auf Unvorhergesehenes reagieren und Nothilfe leisten.

Herzlichen Dank an alle, die uns bisher unterstützt haben oder das künftig tun wollen. Wenn man in die dankbaren Augen eines geretteten Tieres schaut, dann weiß man, dass das alles die Mühe, den Kampf und die Sorgen wert ist.

Bitte vergessen Sie nicht, bei Ihrer Überweisung auch Ihre Anschrift mit anzugeben, sonst kann keine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.

Spendenkonto 10147049 BLZ 560 501 80 Sparkasse Rhein-Nahe

IBAN: DE 78560501800010147049
 BIC Code: MALADE51KRE 

Bitte haben Sie Verständnis das Spendenbescheinigungen nur zum Jahresende ausgestellt werden. Wer seine Spendenbescheinigung früher benötigt bitten wir uns eine kurze Email zu senden.